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20.11.2015, 21:43 Uhr Übersicht | Drucken

„Kleine Plastikteile – Große Wirkung“

Unter dem Leitwort „Kleine Plastikteile – Große Wirkung“ informierte der Bereichsleiter Entsorgung bei den Stadtwerken, Dipl.Ing. Peter Nebel, über die Besonderheiten und Vielfalt der Kunststoffe. Hierzu hatte die CDU Speyer-West in das Haus Pannonia eingeladen.

Die Vielzahl der unterschiedlichen Kunststoffe und ihre breit gefächerten Verwendungsmöglichkeiten waren ein Schwerpunkt des Vortrages. Zu hören waren Einzelheiten über Ausgangsstoffe, die Entwicklungsgeschichte vom natürlichen zum synthetischen Kautschuk, aber auch über das in Amerika 1938 erfundene Nylon und das nahezu zeitgleich in Deutschland entwickelte Perlon. Produkte, die z.B. für Damenstrümpfe bzw. für Fallschirme auch heute verwendet werden. Einer der großen Vorteile der Kunststoffe sei das geringe Gewicht und die leichte Verformbarkeit. 



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Als ersten biologischen Kunststoff könne man Kasein bezeichnen, später versuchte man auch Birkenpech oder Horn für unterschiedliche Zwecke zu nutzen. Wie der Referent erläuterte, würden heute Kunststoffe nur zu einem geringen Teil  aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Sie hätten den Vorteil, biologisch abbaubar zu sein.  

Bei einigen Kunststoffen müsse man von einer Zerfallszeit von mehreren Hundert Jahren ausgehen. Noch nicht ganz überschaubar seien die Risiken von Mikropartikeln, die laut Umweltbundesamt z.B. in Hautcreme, Duschgel, Shampoon und Nagellack enthalten sind. Sie sind so klein, dass sie in den Körper gelangen könnten.  

Die Zuhörer konnten auch ihr Wissen über thermoplastische, duroplastische und elastomere Kunststoffe auffrischen und erfuhren, dass die gefürchteten Dioxine im Produktionsprozess bei richtigem „Temperaturfenster“ vermeidbar seien. 

Etwa die Hälfte der in Deutschland entstehenden Kunststoffabfälle werde verbrannt, die andere Hälfte stofflich verwertet. Jährlich gelangten weltweit etwa 10 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere, vor allem weil es in vielen Teilen der Erde keine Entsorgungsstruktur gebe. Insoweit sei es begrüßenswert, dass es sich die Europäische Union zur Aufgabe gemacht habe, das Bewusstsein für eine sachgerechte und vor allem umweltgerechte Verwertung von Kunststoffabfällen zu wecken. 

Lösungsansätze könnten z.B. sein, vollständig biologisch abbaubare Kunststoffe zu verwenden, für Verpackungen eine Preispflicht gestaffelt nach Abbaubarkeit einzuführen sowie bei Einkäufen nur noch Tüten aus Kraftpapier zuzulassen. 

Insgesamt gewannen die Zuhörer interessante Erkenntnisse über künstliche Produkte, die uns überall und ständig umgeben. Der Vorsitzende der CDU-West, Georg Emes und seine Stellvertreterin, Sylvia Holzhäuser –die Initiatorin der Veranstaltung- dankten im Namen der Zuhörer, die an diesem Abend sicherlich etwas nachdenklicher über den täglichen Umgang mit Kunststoffen geworden sind.

Georg Emes




aktualisiert von Jörg Zehfuß, 30.11.2015, 13:46 Uhr
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