CDU Kreisverband Speyer
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10:58 Uhr | 27.06.2017 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressum
 
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Kleine Geschichte der Speyerer CDU
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Die CDU Deutschlands entstand 1946 aus den Trümmern, die der 2. Weltkrieg hinterlassen hatte. Im Unterschied zu anderen Parteien nannte sie sich „Union“. Denn die Leitidee war die Integration von Menschen unterschiedlicher Konfession und sozialer Herkunft.
Mit der Gründung dieser Union wurde bereits damals eine Antwort auf Entwicklungen gegeben, die uns heute wieder zunehmend beschäftigen. Die Gründer hatten mit ihrem Ansatz, eine Bewegung zu schaffen, die Einzelinteressen überwindet und auf das Gemeinsame setzt, die nicht ausgrenzt, sondern integriert, die sozialen Ausgleich will, eine progressive Vision. Mit dieser Vision als Leitbild hat die CDU auch heute das Potential, diesen Staat und diese Gesellschaft in eine gute Zukunft zu führen.
Am 21. März 1946 trafen sich in Speyer Freunde des neuen Unionsgedankens im traditionsreichen „Bräustübl“ in der Oberen Langgasse zur Gründungsversammlung der CDU Speyer. Erster Vorsitzender wurde Bertram Hartard.
Noch im selben Jahr fand die erste Kommunalwahl statt, bei der die CDU 49 % der Stimmen errang. Mit Paul Schäfer stellte sie bis 1948 den Oberbürgermeister.
Bei der Kommunalwahl 1948 verlor jedoch die CDU ihre Position als stärkste Fraktion. 1949 gelangte der Sozialdemokrat Dr. Paulus Skopp in das Amt des Oberbürgermeisters und wurde 1969 von dem Sozialdemokraten Dr. Christian Rosskopf abgelöst. Seit den 50er Jahren stellte zum Teil die SPD, zum Teil die CDU die stärkste Fraktion.

Repräsentanten der CDU in der „Stadtregierung“ waren von 1948 bis 1952 Bertram Hartard als Bürgermeister, von 1956 bis 1984 Stefan Scherpf als Bürgermeister beziehungsweise Beigeordneter, Hans Bügler von 1964 bis 1969 als Beigeordneter, Dr. Otto Roller von 1969 bis 1977 und Hans-Henning Grünwald von 1974 bis 1979 als Beigeordnete. Seit diesem Jahr stellte die CDU mit Bernhard Wimmer zum ersten Mal einen hauptamtlichen Bürgermeister (bis 1981).
1981 übernahm Werner Schineller das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters, Hanspeter Brohm das Amt eines ehrenamtlichen Beigeordneten. Sie behielten diese Funktionen bis 1994.
Während bis dahin SPD und CDU an der Stadtspitze miteinander kooperierten, kam es mit der Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl 1994 zu einem politischen Wechsel. Werner Schineller wurde erstmals in einer Direktwahl Oberbürgermeister, Hanspeter Brohm wurde hauptamtlicher Bürgermeister. CDU, Speyerer Wählergruppe und Grüne bildeten fortan eine der ersten schwarz-grünen Koalitionen in Deutschland. Wählergruppe und Grüne stellten jeweils einen ehrenamtlichen Beigeordneten.
Seit der Kommunalwahl 1999 ist die CDU die stärkste Fraktion im Stadtrat und arbeitet mit der Speyerer Wählergruppe als Partner zusammen. Die Grünen entschieden sich damals für die Opposition. Die Wählergruppe stellt seit 2000 im deutlich verkleinerten Stadtvorstand einen hauptamtlichen Beigeordneten. Oberbürgermeister Werner Schineller und Bürgermeister Hanspeter Brohm wurden 2002 in ihren jeweiligen Funktionen wiedergewählt.
Mit der Kommunalwahl 2009 ist aus dem Zweier-Bündnis mit der Speyerer Wählergruppe ein Dreier-Bündnis unter Beteiligung der FDP geworden. Die FDP stellt seitdem einen ehrenamtlichen Beigeordneten. Hauptamtliche Bürgermeisterin wurde in der Nachfolge von Hanspeter Brohm das langjährige Ratsmitglied der CDU Monika Kabs. Mit ihr stellt die CDU die erste hauptamtliche Bürgermeisterin in der Geschichte der Stadt Speyer.
Zu Beginn des Jahres 2011 trat nach fast 40 Jahren an der Spitze der Stadt - zunächst als Bürgermeister, danach 16 Jahre lang als Oberbürgermeister - Werner Schineller in den Ruhestand. Sein Nachfolger Hansjörg Eger war - als Kandidat der Speyerer CDU nominiert - im Juni 2010 in direkter Wahl im Alter von 46 Jahren zu seinem Nachfolger gewählt worden. Zuvor war Hansjörg Eger parteiloses Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion. Mit ihm wurde eine stadtbekannte, angesehene Persönlichkeit, die sich durch vielfältiges ehrenamtliches Engagement auszeichnete, Oberbürgermeister. Sein Amt hat er als Mitglied der CDU angetreten.
Große Kontinuität herrschte und herrscht in den Spitzenfunktionen der Speyerer CDU. Seit ihrer Gründung ist heute Michael Wagner der siebte Kreisvorsitzende (gewählt 2007).  Am längsten amtierten vor ihm Dr. Georg Gölter von 1967 bis 1977, Hans-Henning Grünwald von 1977 bis 1991 und Hanspeter Brohm von 1991 bis 2007. Ähnlich die Situation an der Spitze der CDU-Stadtratsfraktion: Allein seit 1978 hatte sie nur zwei Vorsitzende, nämlich Hans-Henning Grünwald von 1978 bis 1988 und seit 1988 bis heute Dr. Gottfried Jung.
Nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2010 wählte die Speyerer CDU Hanspeter Brohm zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Er ist der erste Inhaber dieses Ehrenamts in der Geschichte der Speyerer CDU. Sie ehrte damit ihren bisher am längsten, nämlich 16 Jahre, amtierenden Vorsitzenden für seine großen Verdienste um die Speyerer CDU.
Aus den Reihen der CDU Speyer stammen auch drei bedeutende Landes- und Bundespolitiker: Dr. Eduard Orth war von 1949 bis 1956 Bundestagsabgeordneter und danach bis 1967 Kultusminister des Landes Rheinland-Pfalz. Dr. Bernhard Vogel war von 1964 bis 1967 Bundestagsabgeordneter, ab 1967 Kultusminister, danach von 1976 bis 1988 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und später Ministerpräsident von Thüringen.  Dr. Georg Gölter vertrat unsere Region von 1969 bis 1977 im Bundestag und war danach bis 1991 Sozial- und Kultusminister.
Diese drei Politiker vertraten Speyer nacheinander im Landtag. Von 2006 bis 2015 gehörte in der Nachfolge von Dr. Georg Gölter mit dem Speyerer Dr. Axel Wilke ein Vertreter der jungen Generation dem Landtag an.

Die Speyerer CDU im Bezirkstag der Pfalz
Das politische Gremium desBezirksverbandes Pfalz ist der Bezirkstag Pfalz mit Sitz in Kaiserslautern. Seine Mitglieder werden von kommunalen politischen Gruppierungen aufgestellt und vom Volk in einer Verhältniswahl gewählt. Der Bezirkstag wirkt in herausragender Weise an der Gestaltung der Pfälzischen Region mit und trägt so zur merklichen Steigerung der regionalen Attraktivität einschließlich der Lebensqualität hier lebender Bürgerinnen und Bürger bei.
Als einziger Politiker des am 21. März 1946 gegründeten Kreisverbandes Speyer gehörte dessen Vorsitzender Bertram Hartardvon Januar 1950 bis April 1951 dem Gremium an. Was die weitere Repräsentanz des Kreisverbandes Speyer in derpfälzischen Volksvertretung anbelangt, trat nach dem Ausscheiden von Hartard eine lange Pause ein. Das änderte sich erst im Jahre 1999, als die Speyerer Heinz-Jürgen Engberding aufboten, der dem kommunalen Parlament erstmals von Juni 1999 bis Mai 2004 und erneut von Juli 2008 bis Juni 2009 angehörte. Heinz-Jürgen Engberding war darüber hinaus von September 1974 bis Juni 2004 hauptamtlicher Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Speyer und von 1996 bis 2004 auch Geschäftsführer des CDU-Bezirksverbandes Rheinhessen Pfalz.
Seine unmittelbare und bis heute andauernde Nachfolge im Bezirkstag Pfalz trat die amtierende Speyerer Bürgermeisterin Monika Kabs an, die 2014 von der christdemokratischen Fraktion im Bezirkstag zur Vorsitzenden gewählt wurde. 

 



 

 


 

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        Plakat zur Gründungsversammlung
         am 21. März 1946 im "Bräustüb´l"

  
     Bertram Hartard,
     erster Vorsitzender der Speyerer CDU
     Bürgermeister von 1948 - 1952


     Paul Schäfer,
     Oberbürgermeister von 1946 - 1948

     Stefan Scherpf,
     von 1956 - 1984 Bürgermeister bzw. Beigeordneter

     Hans Bügler,
     Beigeordneter von 1964 - 1969

     Dr. Otto Roller,
     Beigeordneter von 1969 - 1977

     Hans-Henning Grünwald,
     Beigeordneter von 1974 - 1979,
     Kreisvorsitzender von 1977 - 1991,
     Fraktionsvorsitzender von 1978 - 1988


     Dr. Georg Gölter,
     Kreisvorsitzender von 1967 - 1977,
     Mitglied des Bundestages von 1969 - 1977,
     Kultusminister des Landes Rheinland-Pfalz von 1977 -
     1991


     Dr. Eduard Orth,
     Mitglied des Bundestages von 1949 - 1956,
     Kultusminister des Landes Rheinland-Pfalz von 1956 -
     1967


     Dr. Bernhard Vogel,
     Mitglied des Bundestages von 1964 - 1967,
     Kultusminister des Landes Rheinland-Pfalz von 1967 -
     1976,
     Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz von 1976 - 1988,
     Ministerpräsident von Thüringen von 1992 - 2003

 

   

 

 

 

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