CDU Kreisverband Speyer
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29.08.2010, 14:30 Uhr Übersicht | Drucken

Zielkonzept "Speyer 100 % regenerativ"

Auf der Grundlage ihrer Klimaschutz- und Energieleitlinie verfolgt die Stadt Speyer Schritt für Schritt das Ziel, dass die in Speyer verbrauchte Energie bilanziell zu 100% regenerativ erzeugt wird.
 
Die Stadt wird deshalb die im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegenden Maßnahmen ergreifen, einen sparsameren Umgang mit Energie zu fördern und damit den Energieverbrauch deutlich zu senken. Ein Beispiel dafür wäre die Durchführung einer Aktion der Stadtwerke zum Austausch veralteter Heizungspumpen gemeinsam mit dem Speyerer Handwerk und Fachhandel, Energiesparberatung für interessierte Haushalte und Betriebe oder etwa die schrittweise Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten.


Bis 2030 soll der in Speyer vorhandene Strombedarf zu 100 % regenerativ erzeugt werden.
 
  • Ist-Situation:
Stadtwerke-Kunden können sich bereits heute für die Belieferung mit Naturstrom Speyer entscheiden. Naturstromkunden beziehen Ökostrom, der zum Großteil aus Wasserkraft gewonnen wird.
In Speyer betreiben die Stadtwerke Fotovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2 000 kW. Mit ihrem landesweit beachteten Solardach-Programm gewinnen sie zudem eine wachsende Zahl von Hauseigentümern zur Bereitstellung von Dächern für Fotovoltaikanlagen. Darüber hinaus haben die Stadtwerke in zwei Windräder in Kirf an der Mosel investiert.
 
  • Plan-Situation:
Um das Ziel einer zu 100 % regenerativen Stromerzeugung zu erreichen, sind weitere Investitionsmöglichkeiten vor allem in den Bereichen Windkraft und Fotovoltaik zu suchen. Das Solardachprogramm soll weiter ausgebaut werden.
 
Bis 2040 soll der in Speyer vorhandene Wärmebedarf zu 100 % regenerativ erzeugt werden.
 
  • Ist-Situation Fernwärmeversorgung:
Das bestehende Fernwärmenetz wird gegenwärtig mit einer durch das Stadtgebiet führenden Fernwärmeleitung ergänzt, die eine Ausweitung der Fernwärmeversorgung ermöglicht. Ab Oktober 2010 erfolgt die Fernwärmeversorgung durch Abwärme aus dem Großkraftwerk Mannheim. Diese Abwärmenutzung erspart in entsprechender Größenordnung den Verbrauch von Erdgas und ist auf Grund des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes regenerativ erzeugter Energie gleichgestellt.
 
  • Plan-Situation Fernwärmeversorgung:
Kunden in Altbau- bzw. Bestandsgebieten sollten bevorzugt für Fernwärmeversorgung gewonnen werden. Das Leitungsnetz ist bedarfsgerecht erweiterbar. Mittel- und längerfristig soll das im Eigentum der Stadtwerke stehende Fernwärmenetz zum Transport regenerativ erzeugter Wärme (zum Beispiel Geothermie, aus mit Regenerativstrom betriebenen Großwärmepumpen, Biogasanlagen oder Biomassekraftwerken) genutzt werden.
 
  • Ist-Situation Nahwärmeversorgung
 Die Stadtwerke planen, bauen und betreiben Nahwärmeversorgungs-Einrichtungen in Speyer. Bei folgenden Projekten kommen teilweise oder ganz regenerative Energien zum Einsatz: Kaserne Normand (Biomasse/Solarthermie), alter Schlachthof (Solarthermie), Villen am Yachthafen (Abwasserwärme, Erdwärme, Solarthermie). Für das bademaxx und die Siedlungsschule werden nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung mit Erdgas Blockheizkraftwerke betrieben, die zugleich Strom erzeugen. Ein Blockheizkraftwerk an der Kläranlage wird mit Biogas betrieben.
 
  • Plan-Situation Nahwärmeversorgung
 Bei Neubauten kommt je nach den wirtschaftlich-technischen Gegebenheiten neben der Fernwärme eine dezentrale Wärmeversorgung in Betracht. Hierfür bietet sich vor allem eine Kombination von Wärmepumpe und Solarthermie an, wie sie gegenwärtig von den Stadtwerken bei den Villen am Yachthafen realisiert wird. Privaten Hauseigentümern sollen die Stadtwerke hierfür auf Wunsch Beratungs- und Contracting-Angebote machen. Die Stadtwerke sollen darüber hinaus allein oder mit privaten Partnern Lösungen zur Erzeugung von Biogas aus Biomasse sowie zur Erzeugung von Wärme mit Biomasse-Blockheizkraftwerken prüfen und voranbringen.
 
Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt Speyer an der nationalen Zielsetzung, das Öl als Haupt-Energiequelle für Mobilität zu ersetzen und den CO²- sowie Feinstaubausstoß so weit wie möglich zu senken.
 
Sie tut dies insbesondere durch die Bereitstellung von Infrastruktur durch die Stadtwerke, zum Beispiel von Elektro-Tankstellen, die Mitwirkung an Modell- beziehungsweise Pilotprojekten, durch Fahrzeugbeschaffung für den eigenen Fuhrpark, die Förderung des Fahrradverkehrs sowie eine möglichst kunden- und bedarfsgerechte Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs.



aktualisiert von Jörg Zehfuß, 29.08.2010, 15:01 Uhr


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