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Anträge im Stadtrat
01.03.2016, 18:43 Uhr Übersicht | Drucken

CDU befaßt Stadtrat mit Resolution zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Unter dem 01.03.2016 legt die CDU-Fraktion dem Stadtrat eine Resolution zum Erhalt der Bereitschaftsdienstzentzrale Speyer zur Beschlußfassung vor.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten, dem Stadtrat in seiner nächsten Sitzung folgende Resolution zur Beschlussfassung vorzulegen:

RESOLUTION DES SPEYERER STADTRATES

Der Stadtrat der Stadt Speyer lehnt die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz beschlossene Angliederung der Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) Speyer an die BDZ Germersheim entschieden ab und fordert die KV auf, auch nach dem 01.04.2016 dafür zu sorgen, dass die BDZ in Speyer mindestens im Umfang der bisherigen Öffnungszeiten, also insbesondere auch nach 24:00 Uhr, für Patienten einschließlich des Fahrdienstes dienstbereit ist.

 

Begründung:

Im November letzten Jahres beschloss die KV Mainz eine Angliederung der BDZ Speyer an die BDZ Germersheim zum 01.04.2016. Die betroffenen, niedergelassenen Ärzte erfuhren davon in einem Schreiben kurz vor Weihnachten. Eine vorherige Einbindung und Kommunikation darüber fand nicht statt. Die KV nimmt für die Kassenärzte einen Sicherstellungsauftrag wahr, die auch die Versorgung in der sprechstundenfreien Zeit gewährleistet. Dies ist nach dieser Entscheidung für Speyer nicht mehr möglich. 

In Speyer mit seinen 50.000 Einwohnern und den umliegenden Gemeinden wurde die BDZ von Patienten stark in Anspruch genommen, auch durch die acht Seniorenzentren alleine in Speyer, gab es eine besonders starke Inanspruchnahme der BDZ durch Hausbesuche. 

Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine gut ausgelastete BDZ "geopfert" und zu einer Nebenstelle erklärt wird. Hier stehen wirtschaftliche Gründe vor einer angemessenen Betreuung von Notfallpatienten. 

Die neuen Öffnungszeiten in Speyer werden sein:
Mittwoch von 14:00-24:00 Uhr
Freitag von 16:00-24:00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag von 8:00-24:00 Uhr 

Alle Hausbesuche werden dann generell nicht mehr von Speyer, sondern nur noch von Germersheim gefahren. Ein Gebiet von immerhin gut 70 km Durchmesser! Dies bedeutet, dass ein Bereitschaftsarzt eventuell gerade an der französischen Grenze im Einsatz ist und man im Notfall stundenlang auf ihn warten muss. Oder man ruft einen Krankenwagen, was wiederum bedeutet, dass es zu einer vermehrten Inanspruchnahme des DRK Fahrdienstes kommt, der dann für einen lebensbedrohlichen Einsatz nicht schnell genug verfügbar ist. Wer selbst noch in der Lage ist, kann dann in die Notaufnahmen der Krankenhäuser gehen. Diese sind jetzt schon so überlastet, dass eine schnelle, ärztliche Versorgung nicht gewährleistet ist. Oder sie fahren nach 24 Uhr in die 20 km entfernte BDZ nach Germersheim.

Auch die Zukunft der überwiegend weiblichen, gut 20 Mitarbeiter der BDZ Speyer ist ungeklärt. Die Arzthelferinnen, die jetzt überlegen müssen, ob sie in der Nacht zur BDZ nach Germersheim fahren wollen, oder können. Falls eine Beschäftigung dort überhaupt geplant ist.

Dies alles ist eine unzumutbare Entscheidung für die Menschen in Speyer und im Umland.

Auch die niedergelassenen Ärzte sind dem Vernehmen nach mit dem Beschluss der KV nicht einverstanden.

Wir brauchen eine gute und angemessene Notfallversorgung für Speyer und keine „Schreibtischentscheidungen“, die alles andere als patientenfreundlich sind!

gez. Angelika Wöhlert
Stellvertretende Vorsitzende der CDU Stadtratsfraktion

 




aktualisiert von Jörg Zehfuß, 03.03.2016, 09:54 Uhr
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