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24.05.2018, 16:08 Uhr | Übersicht | Drucken
Internationales Projektteam für Mehrzweck-Arena in Speyer-Nord
Hansjörg Eger für Planungsgruppe zur Unterstützung der Projektentwicklung

Oberbürgermeister Hansjörg Eger unterstützt die Idee einer internationalen Projektgruppe, im Speyerer Norden eine Mehrzweck-Arena zu errichten. Eger begrüßt diese als Leuchtturm für die Entwicklung des Stadtteils, da sie viele Funktionen für Vereine, Schulen, die bestehenden und neu entstehenden Wohnareale vereinen würde. Die Arena wäre ein wichtiger Schritt für die Entwicklung eines neuen Stadtviertels mit Wohn-, Gewerbe- und Freizeiteinrichtungen. Bereits im Juni 2016 präsentierte Projektinitiator Mika Wilska erste Ideen für die Arena im Stadtrat und stieß fraktionsübergreifend auf großen Zuspruch. Mit dem Fortschritt bei der Konversion des Kasernengeländes ist nun die Möglichkeit zur Realisierung näher gerückt.



Eger: Arena-Konzept nützt ganz Speyer

„Speyer ist eine Stadt der Sportvereine und der Schulen“, so Hansjörg Eger, „doch weder haben wir für unser vielfältiges und erstklassiges Angebot ausreichend Sportstätten, die auch groß genug wären, noch können etwa Abiturfeiern in Speyer durchgeführt werden. Der von der Kaserne erhaltene Sportplatz hat bislang keine Umkleidekabinen und in Speyer Nord fehlt eine Einkaufsmöglichkeit. Ich wünsche mir daher eine Lösung, bei der wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Eine gut erreichbare Mehrzweck-Arena. In Vorgesprächen haben schon mehrere Vereine Interesse angemeldet, die Halle mit zu nutzen. Der Sportplatz könnte von Fußballvereinen genutzt werden, da dann Umkleiden zur Verfügung stünden. Zudem würde uns diese als neues Angebot Eishockey nach Speyer bringen. Überzeugt hat mich letztendlich der ganzheitliche Ansatz von Mika Wilska, der finnisches Know-how im energieeffizienten Arena-Bau und nachhaltigen -Betrieb mit Konzepten zur Integration in das schulische und Vereinsleben verbindet, bis hin zu Möglichkeiten wie die eines Sport-Horts mit Hausaufgabenbetreuung, die in Finnland längst praktiziert werden, sowie einem integrierten Nahversorgungsmarkt für Speyer-Nord.“

Internationales Experten-Team

Die Projektgruppe wird vom finnischen Projektentwickler Mika Wilska geführt. Zur Projektgruppe gehören neben Wilska Holger Küpper von baa Project Management, einem der führenden deutschen Projektentwicklerbüros für Multifunktions-Arenen sowie Matthias Jarcke von Jarcke Architekten Mannheim. Gemeinsam führen sie eine internationale Gruppe von Experten, die die Erfahrung mehrerer Jahrzehnte im Bau und Betrieb von Multifunktions- und Eis-Arenen sowie der sportlichen Jugendarbeit in das Projekt in Speyer einbringen wollen.

"Aus unserer Sicht sind die Bedingungen für die Mehrzweck-Arena sehr günstig", so Mika Wilska, "der mögliche Standort ist sehr gut erreichbar. In Speyer gibt es den Bedarf für eine solche Halle – allein, wenn man bedenkt, dass der AV 03 als mehrfacher Deutscher Meister bislang keine angemessene Wettkampfstätte in Speyer hat. Dazu hat Speyer ein großes Einzugsgebiet und mit den Adlern in Mannheim und anderen Eishockey-Clubs gibt es auch viele Kooperationspartner, um hier schnell eine intensive Nutzung zu erzeugen. Ich freue mich, dass unser Projekt hier parteiübergreifend und bei vielen Vereinen in der Stadt auf großes Interesse und Unterstützung stößt."

Stadt ist nicht Investor

Die Stadt Speyer soll die Projektentwicklung unterstützen und begleiten, jedoch nicht den Bau der Anlage finanzieren. Das werden Investoren übernehmen, mit denen Gespräche geführt werden.

Verwaltung soll Projektteam unterstützen

Das Projektteam entwickelt für den möglichen Standort ein Nutzungskonzept, das die vielen unterschiedlichen Funktionen der Anlage unter einen Hut bringen soll. Dabei sollen zukünftig Verwaltungsmitarbeiter ihr Know-how über die Bedürfnisse der Akteure in der Stadt in einer gemeinsamen Planungsgruppe einbringen. Die bereits gestarteten Gespräche mit Sportvereinen aus Speyer und dem Umland sowie anderen möglichen Nutzern wie Schulen oder Kulturveranstaltern sowie Mietern sollen intensiviert werden, um ein möglichst konkretes und tragfähiges Nutzungskonzept zu erhalten. Auf dieser Basis kann die konkrete Planung der Anlage mit Funktionen und Kapazitäten starten.

Weitere Projektschritte

Den eigentlichen Bau einer Mehrzweck-Arena in den geplanten Dimensionen veranschlagt Holger Küpper mit 18 Monaten. Vorausgehen müssen dabei die Planungen und Genehmigungen, die auf Basis des Nutzungskonzepts und der Untersuchung des Geländes erstellt werden. Im ersten Schritt muss die Stadt im Rahmen der Konversion den Erstzugriff auf die Flächen erhalten, was bereits vorbereitet wird.

Hintergrund:  Konversion in Speyer

Der Masterplan 1 für die Konversionsflächen sieht die Entwicklung eines neuen Quartiers im Speyerer Norden vor, das Wohnraum mit Kleingewerbe- und Dienstleistungsflächen sowie Freizeitmöglichkeiten und Nahversorgung verbindet – ganzheitlich im Sinne nachhaltiger Urbanität.

Im Rahmen der Wohnraumanalyse wurden in Speyer-Nord Potenzialflächen für die Stadtentwicklung identifiziert. Hier soll, eingebettet in ein nachhaltiges urbanes Gesamtkonzept, bezahlbarer Wohnraum entstehen, der Lebensqualität bringt, indem er attraktive Wohnungen mit ansprechenden Freizeitangeboten, Nahversorgung und zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten verbindet. Außerdem sollen die im Rahmen der Konversion an die Stadt fallenden Flächen und Einrichtungen wie etwa der Sportplatz für die Speyerer Vereine und Schulen nutzbar gemacht werden.



aktualisiert von Jörg Zehfuß, 27.05.2018, 16:13 Uhr


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