unter dem 23.02.2014 beantragt die CDU-Fraktion ein Modellprojekt "Junges Wohnen" auf dem Areal im Anschluß an das Normand-Gelände. Im Vorfeld der Schaffung entsprechenden Baurechtes soll die Konzepterarbeitung mit interdisziplinären Planungsmethoden stehen.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu nehmen:
Der Stadtrat spricht sich dafür aus, dass auf dem tiefer gelegenen Areal im Anschluss an das Normand-Gelände ein Modellprojekt „Junges Wohnen“ realisiert werden soll. Bevor hierfür ein Bebauungsplan aufgestellt wird, soll mit interdisziplinären Planungsmethoden ein Konzept erarbeitet werden, das folgende Aspekte betrachtet:
- Flexible Wohnraum- und Grundrissgestaltung
- Optimierung der Herstellungs- und Instandhaltungskosten durch kostengünstige Baukonstruktion und Materialauswahl
- Energieoptimierte Bauweise
- Möglichkeit von Eigenleistungen im Ausbau
- Familiengerechte innovative Infrastruktur
- Untersuchung von familiengerechten Finanzierungsformen wie zum Beispiel Mietkauf
Begründung:
Das hier angesprochene Gelände ist von der Stadt im Rahmen der Konversion erworben worden und wird von der GEWO treuhänderisch verwaltet. Eine bauliche Nutzung ist erst nach Ablauf einer 10jährigen Frist möglich. Diese läuft in etwa drei Jahren ab. Es eignet sich sehr gut für eine Wohnanlage mit günstigen Standortbedingungen. Aus unserer Sicht wäre der Standort zugleich sehr geeignet, um dort ein konventionelles Wohnbauprojekt zu errichten, sondern ein innovatives Modellprojekt zu verwirklichen, dessen Zielgruppe junge und jüngere Familien sind.
Die noch verbleibende Zeit bietet die Gelegenheit, mit ganzheitlichen und interdisziplinären Planungsmethoden ein Baukonzept zu entwickeln, das gezielt auf die Bedürfnisse junger Familien und sich im Lauf eines Lebens verändernder Anforderungen ausgerichtet ist. Das schließt eine Baukonstruktion ein, die möglichst kostengünstig ist und gleichzeitig eine energieoptimierte Lösung einschließt. Darüber hinaus sollen Finanzierungsformen entwickelt und angeboten werden, die es jungen Familien mit geringerem Budget erleichtern, Wohnungseigentum zu erwerben.
Wir halten es für durchaus denkbar, dass für ein solches Modellprojekt Fördermittel bei Bund oder Land eingeworben werden können. Es gibt innovative, interdisziplinär arbeitende Hochschulinstitute, die in der Lage wären, dafür ein Konzept zu entwickeln, das dann zugleich als Vorstufe für einen Bebauungsplan genutzt werden kann.
Der höher Gelegene Grundstücksteil hinter dem Areal der Lebenshilfe unterliegt hinsichtlich seiner Bebaubarkeit keiner zeitlichen Einschränkung. Es erscheint durchaus möglich, zeitnah die Bebauung dieses Grundstücksteils anzugehen, wobei hier vor allem eine Reihenhausbebauung in Betracht kommt, die allerdings konzeptionell auf die anschließende Bebauung des benachbarten Grundstücksteils abgestimmt werden muss.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gottfried Jung
Fraktionsvorsitzender