Die Schulstadt Speyer rüstet sich für die Zukunft
Einstimmig gebilligt hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. Juni 2008 die von der CDU-Stadtratsfraktion formulierten Eckpunkte für die Weiterentwicklung des Schulstandorts Speyer:
Die Burgfeldschule und die Siedlungs-Hauptschule sollen zu Realschulen Plus weiterentwickelt werden, sobald die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.
Aus der Haupt- und Realschule am Kolbschulzentrum soll eine Integrierte Gesamtschule (IGS) werden, die bis zum Abitur führt.
Die Johann-Joachim-Becher-Schule (Berufsbildende Schule) soll als zusätzlichen Ausbildungsgang ein Wirtschaftsgymnasium erhalten.
Eines der beiden Doppelgymnasien an der Dudenhofer Straße soll Ganztagsschule werden und in acht Jahren zum Abitur führen.

Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Gottfried Jung, äußerte sich erfreut darüber, dass der Stadtrat einmütig den Vorschlägen der CDU-Stadtratsfraktion gefolgt sei. Ein geschlossenes Auftreten des Stadtrats sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Land die in den Eckpunkten formulierten Vorstellungen akzeptiere. Gelinge dies, sei die Schulstadt Speyer für die Zukunft gut gerüstet.
Seit die CDU-Stadtratsfraktion in der Stadtratssitzung im Dezember 2007 die Idee einer IGS am Kolbschulzentrum ins Gespräch gebracht habe, sei eine wachsende positive Resonanz auf diesen Vorschlag festzustellen. Für die Neubaugebiete in Speyer-Ost bedeute eine IGS sowie die von der CDU initiierte neue Grundschule am Mausbergweg, die bereits in Bau sei und die erst kürzlich von der CDU-Fraktion beantragte neue Kindertagesstätte unmittelbar daneben im Hinblick auf die damit verbundenen Bildungsangebote eine ganz erhebliche Aufwertung, die dort den vielen jungen Familien zugute komme.
Er hoffe sehr, erklärte Gottfried Jung, dass das Land auch dem Wunsch der Johann-Joachim-Becher-Schule und des Stadtrats nach einem Wirtschaftsgymnasium folge, weil damit auch die Attraktivität dieser Schule und das Profil der Schulstadt Speyer insgesamt erheblich verbessert werde.
Mit der Einrichtung einer IGS und eines Wirtschaftsgymnasiums bestehe die Chance, den Nachfragedruck auf die Gymnasien zu verringern. Zusätzlich verbessert würden die Wahlmöglichkeiten der Schüler und Eltern, wenn eines der fünf Gymnasien in Speyer zur Ganztagsschule werde und in acht Jahren zum Abitur führe. Dafür sei ein Entgegenkommen des Landes nötig, was die Verbesserung der räumlichen Situation der Doppelgymnasien an der Dudenhofer Straße angehe. Das sei möglich, wenn das benachbarte Studienseminar verlagert werde.
Die vom Stadtrat beschlossenen Eckpunkte würden nunmehr Grundlage des Schulentwicklungsplans, der im Herbst aufgestellt und eng mit den Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen abgestimmt werde. Komme es dabei zu einem Einvernehmen, werde die Stadtverwaltung beim Land die erforderlichen Anträge zur Umsetzung des Konzepts im März 2009 einreichen.