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CDU beantragt Prüfung einer Ehrenamtsbörse

Brief des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Gottfried Jung an OB Schineller v. 19.11.2008:

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu nehmen:

Die Verwaltung wird beauftragt

1.zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen eine Ehrenamtsbörse eingerichtet werden kann,

2.öffentlich zu einer Gesprächsrunde einzuladen, an der Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können, die sich in einen Trägerverein oder eine andere informelle Trägergruppe für eine Ehrenamtsbörse einbringen würden.
Begründung:

Wie in der Presse berichtet wurde, landet die Stadt Speyer in einer Studie über das bürgerliche Engagement in Deutschland mit einer Quote von 20 bis 30 Prozent unter dem Durchschnitt der untersuchten Kommunen. Nun wäre es sicher denkbar, die Datengrundlagen zu hinterfragen und dabei differenzierende Vergleiche mit anderen Kommunen zu ziehen, um Stärken und Schwächen des ehrenamtlichen Engagements herauszuarbeiten und zu prüfen, ob das Umfrageergebnis die Situation in Speyer wirklich zutreffend wiedergibt. Die CDU-Stadtratsfraktion versteht statt dessen das Ergebnis der Umfrage als Anreiz dafür, eine Strategie zu entwickeln, wie das ungeachtet der Untersuchungsergebnisse hohe, zum Teil sehr intensive ehrenamtliche Engagement in Speyer weiter ausgebaut werden kann.

Einen denkbaren Weg sehen wir darin, dass in Speyer nach dem Muster anderer Kommunen eine Ehrenamtsbörse eingerichtet wird. Diese hätte die Aufgabe, einerseits darzustellen, wo ehrenamtliche Arbeit geleistet werden kann und andererseits Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform dafür zu bieten, ihr Interesse an ehrenamtlicher Arbeit mitzuteilen. Eine solche Ehrenamtsbörse könnte sich auf der Homepage der Stadt Speyer im Internet präsentieren.

Sie sollte allerdings keine rein virtuelle Angelegenheit bleiben. Ideal wäre, wenn sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, unterstützt von sozialen Einrichtungen und Vereinen, bilden würde, die diese Ehrenamtsbörse tragen und mit Leben erfüllen. Unter Umständen könnte daraus – wiederum nach dem Muster anderer Kommunen – ein Trägerverein entstehen.

Sicherlich gibt es auch noch andere Ideen, die der uns verfolgten Zielsetzung dienen würden.

Als ehrenamtliche Tätigkeiten kommen zum Beispiel in Betracht Arbeiten in sozialen Einrichtungen, Hol- und Bringdienste, Behördengänge, Haustiere und Pflanzen versorgen, Aufsichtstätigkeiten, Hausaufgabenbetreuung, Kinderbetreuung, Freizeitgestaltung und Gesellschaft leisten, Ausländerintegration, Patenschaften für Grünflächen, klassische Vereinstätigkeiten usw.

In Betracht kommen dafür Menschen aller Altersgruppen. Wir denken dabei insbesondere auch an Menschen in der sogenannten „Nach-Arbeits-Phase“, die bereit sein könnten, sich für eine sinnvolle ehrenamtliche Arbeit zu engagieren.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gottfried Jung
Fraktionsvorsitzender“