Um das Wegenetz im Rheinuferbereich insbesondere für Fußgänger attraktiver zu gestalten und zur Erreichung des Zieles, die "Stadt näher an den Rhein zu rücken", beantragt die CDU unter dem 18.01.2014 eine Optimierung des dortigen Bereiches.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu nehmen:
Die Verwaltung wird beauftragt, entlang des gesamten Rheinufers vom Erlusgelände bis zum neuen Hafen
- ein Fußwegenetz mit Beschilderung von Zielen – auch zur Innen- und Altstadt - auszuweisen,
- die Wegeführung zu optimieren,
- soweit mit vertretbarem Aufwand möglich zu begrünen,
- unbefestigte Wegstrecken soweit erforderlich auszubessern und
- mit Hinweisschildern den Fußgängern Informationen zum Lebensraum Rhein und zu den Bezügen der Stadt zum Rhein zu vermitteln.
Das Ziel soll eine Steigerung der Attraktivität des Rheinufer-Bereichs für Fußgänger als Erlebnisraum und Flanierzone sein.
Begründung:
Zu den zentralen Zielen der Stadtplanung gehört es, die Stadt „näher an den Rhein zu rücken“. Deshalb ist am alten Hafen ein attraktives Wohnquartier entstanden, und aus dem gleichen Grund wird die Industriebrache Erlusgelände in ein weiteres Wohnquartier umgewandelt. Zu einer Stadt, die gerade von ihrer Lage am Rhein geprägt wird, gehört aber auch ein einladendes Fußwegenetz entlang des Rheinufers mit Querbeziehungen zur Innen- und Altstadt.
Wege für Fußgänger sind dem Grunde nach im gesamten Rheinuferbereich vorhanden. Diese gilt es städtebaulich zu optimieren, besser zu verknüpfen und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt einladender zu gestalten.
Entlang der Häuser, die ans Hafenbecken gebaut wurden, befindet sich ein durchgehender und überwiegend recht breiter Fußweg, der bereits heute frequentiert wird, jedoch eine noch stärkere Belebung erfahren dürfte, sobald das Erlusgelände bebaut ist. Der Weg ist aber durchgehend gepflastert und könnte eine Verbesserung durch Grünelemente „vertragen“. Vor dem Sealife-Gebäude ist ein Stück vorhandener Natur durch einen unattraktiven Zaun vollständig abgesperrt. Gerade hier wäre eine Öffnung hin zu dem Fußweg um das Hafenbecken mit seiner Marina wichtig. Faktisch trennt der Speyerbach zwei „Reinpromenaden“.
Erfreulicherweise wird nun auch vom Sealife bis zur Rudergesellschaft entlang des Hafenbeckens ein Fußweg gebaut. Ein dort entstehender, mit Bäumen begrünter kleiner Parkplatz ermöglicht die Einführung eines Halteverbots auf der schmalen Zufahrtstraße zur Rudergesellschaft.
Ideal wäre es, wenn am Ende der Mole des Floßhafens eine Fußgängerbrücke gebaut werden könnte. Aus technischen und finanziellen Gründen ist dies aber leider ein kaum realisierbares Ziel sein. Aus der Vergangenheit ist uns die Idee bekannt, das Hafenbecken mit einer Grundseildraisine zu überqueren. Die Umsetzbarkeit dieser Idee sollte erneut geprüft werden.
Der als Uferpromenade bekannte Uferabschnitt weist diverse Unebenheiten auf und bedarf insoweit einer Ausbesserung.
An der Brücke über den Speyerbach steht eine Informationstafel, die über natürliche Gegebenheiten informiert. Entlang des gesamten Rheinufers könnte man sich einige weitere Informationstafeln vorstellen, die über den Lebensraum Rhein informieren sowie über historische Bezüge zwischen Speyer und dem Rhein als Wasserstraße. So entstünde ein Lehrpfad.
Entlang des gesamten Rheinufers sollte die vorhandene beziehungsweise wie hier dargestellt verbesserungsbedürftige Fußwegebeziehung durch eine Beschilderung deutlich gemacht werden, wobei durch entsprechende Beschilderung auch Fußwegebeziehungen zur Innen- beziehungsweise Altstadt verbessert und eröffnet werden müssten – beispielsweise von der Marina zur angrenzenden Altstadt.
Sicherlich gibt es weitere Ideen dafür, wie mit vertretbarem Aufwand der Rheinuferbereich für Fußgänger attraktiver gemacht werden könnte. Die CDU-Stadtratsfraktion würde es begrüßen, wenn dieser Antrag zu einer öffentlichen Diskussion anregen würde.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gottfried Jung
Fraktionsvorsitzender