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CDU beantragt Prüfung, ob im Busverkehr Helfer für hilfsbedürftige Menschen eingesetzt werden können

Insbesondere Senioren und behinderte Menschen sind im Busverkehr oft auf Hilfe beim Ein- und Aussteigen angewiesen. Die CDU bittet daher um Prüfung, ob hier HIlfspersonen eingesetzt werden können.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
 
wir bitten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu nehmen:
 
Die Verwaltung wird beauftragt, im Kontakt mit der Arbeitsverwaltung beziehungsweise dem VFBB  zu prüfen, ob in definierten Zeitfenstern am Vor- und Nachmittag den Einsatz von Helfern möglich ist, die hilfsbedürftige Mitbürger im Rahmen des Stadtbusverkehrs  beim Ein- und Ausstieg unterstützen.
 
Begründung:
 
Viele Mitbürger sind auf Grund von Behinderungen auf Hilfe beim Einstieg in die Stadtbusse oder beim Ausstieg angewiesen. Insbesondere für Senioren mit Rollator oder für Rollstuhlfahrer sind die Busse zum Teil unüberwindbare Barrieren. Dieser Personenkreis ist in solchen Fällen auf die Hilfe der Busfahrer beim Ein- und Ausstieg angewiesen. Die Realität zeigt, dass die Busfahrer durch die Vielfalt ihrer Aufgaben und die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten nicht immer in der Lage sind, solchen zusätzlichen zeitraubenden Tätigkeiten nachzukommen. Dies hat zur Konsequenz, dass die auf Hilfe angewiesenen Personen gänzlich auf die Fahrt in die Innenstadt oder zu einem anderen Ziel verzichten, was zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität durch Mobilitätsverlust führt. Unter Umständen werden auch anstelle der vorteilhaften Rollatoren nicht adäquate Gehilfen wie Gehstöcke oder Regenschirme benutzt, was eine erhebliche Sturzgefährdung mit möglicherweise fatalen Folgen – zum Beispiel einer Oberschenkelhalsfraktur – nach sich zieht.
 
Hier könnte der Einsatz von Helfern im Rahmen geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse eine Lösung darstellen. Dies wäre ein Beitrag dazu, dass sich alle Generationen in Speyer gut betreut fühlen können. In Speyer-West wäre es ein Beitrag zum Projekt „Soziale Stadt“. Nach unserer Kenntnis wirkt der VFBB im Rahmen des Bundesprojekts „Bürgerarbeit“ mit. Die benötigten Helfer könnten unter Umständen als „Bürgerarbeiter“ – dann sogar im Rahmen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrags mit der GABIS – eingesetzt werden. Dies sollte als eine Möglichkeit geprüft werden. Als Alternative wäre zu prüfen, ob über den neuen Bundesfreiwilligendienst ältere Personen als Helfer gewonnen werden können.
 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gottfried Jung
Fraktionsvorsitzender