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CDU für Wirtschaftsgymnasium an der Johann-Joachim-Becher-Schule

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten, folgende Anträge auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung zu nehmen:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Landesregierung erneut die Zustimmung zur Einrichtung eines Wirtschaftsgymnasiums an der Johann-Joachim-Becher-Schule zu beantragen.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, ob an der Johann-Joachim-Becher-Schule eine weitere Stelle für Schulsozialarbeit geschaffen werden kann.



1. Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Landesregierung erneut die Zustimmung zur Einrichtung eines Wirtschaftsgymnasiums an der Johann-Joachim-Becher-Schule zu beantragen.

Begründung:

In Speyer und seinen Nachbargemeinden gibt es einen hinreichenden Bedarf für ein Wirtschaftsgymnasium mit zwei Klassenstufen. Deshalb sieht der Schulentwicklungsplan der Stadt zu Recht ein Wirtschaftsgymnasium vor. Dieses würde helfen, die überlasteten vorhandenen Gymnasien in Speyer zumindest ein Stück weit zu entlasten. Eine solche Entlastung ist unabweisbar notwendig. Für geeignete Absolventen der  beiden in Speyer geplanten Realschulen Plus, aber auch der Edith-Stein-Realschule und unter Umständen auch der Integrierten Gesamtschule in Speyer-Ost wäre ein mehr praxisorientiertes Wirtschaftsgymnasium ein attraktiver Bildungsgang. Diese Einrichtung ließe sich im vorhandenen Gebäude der Johann-Joachim-Becher-Schule unterbringen und würde diese Schule für die Zukunft deutlich stärken. Es gibt keinen plausiblen Grund, der gegen ein Wirtschaftsgymnasium in Speyer spricht, und ein solcher Grund ist von der Landesregierung auch nicht genannt worden. Deshalb ist ein dritter Antrag an das Land erforderlich.


2. Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, ob an der Johann-Joachim-Becher-Schule eine weitere Stelle für Schulsozialarbeit geschaffen werden kann.


Begründung:

Die Schule verfügt bisher über zwei Halbtagskräfte für Schulsozialarbeit, die sich vornehmlich auf die Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss im Berufsvorbereitungsjahr konzentrieren. Vor allem um den Jugendlichen eine Chance zum Einstieg ins Berufsleben zu geben, ist hier die Schulsozialarbeit außerordentlich wertvoll. Sie hat insoweit auch eine wichtige präventive Funktion vor dem Hintergrund ständig steigender weiterer Herausforderungen auf dem Gebiet der sozialen Sicherung. Der Bedarf für Schulsozialarbeit geht aber an der Johann-Joachim-Becher-Schule mit ihren insgesamt rund 2000 Schülern weit über die Betreuung der Jugendlichen im Berufsvorbereitungsjahr hinaus. Deshalb ist eine weitere Stelle für einen Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin gerechtfertigt.

Aus eigener Kraft ist die Stadt Speyer allerdings nicht in der Lage, eine solche Stelle zu finanzieren. Dem Vernehmen nach gibt es aber beim Land die Bereitschaft, eine solche Stelle zumindest zur Hälfte zu finanzieren. Wenn angesichts des hohen Anteils auswärtiger Schüler auch der Rhein-Pfalz-Kreis bereit sein sollte, sich finanziell einzubringen, sollte die Finanzierung einer weiteren Stelle möglich sein.